| Welpen Fibel
von Sandy Löhr
Eine Anleitung für Welpenkäufer
... schon vor dem Kauf
Der etwas andere Ratgeber für alle,
die einen Welpen suchen und kaufen möchten.
© 2006 by Ladycollies
Sandy Löhr – Kirchweg 26 – 52152 Simmerath
Widmung
für alle hilflosen, dem Menschen so unabwendbar ausgelieferten
Welpen und Hunde dieser Welt.
Darauf hoffend, dass ihnen kein Leid und kein Schmerz widerfahren mag!

Inhalt:
1. Vor dem Kauf
2. Wie finde ich den richtigen Züchter?
3. Beim Züchter
4. Welchen Welpen soll ich nehmen?
5. Der große Tag
6. Endlich Zuhause
7. Die ersten Tage
8. Stubenreinheit
9. Gassi gehen
10. Ruhe
11. Ernährung des Welpen
12. Die richtige Ausstattung
13. Die Erziehung des Welpen
Einleitung
Sie haben sich also entschlossen einen Welpen zu kaufen ... wunderbar.
Was gibt es schöneres als ein kleines, quirliges, kuscheliges Fellbündel
zu betreuen und großzuziehen?
Entschuldigen Sie an dieser Stelle schon mal meinen Enthusiasmus und
meine Begeisterung in dieser Sache. Vielleicht fällt es mir an
der einen oder anderen Stelle schwer, Objektivität zu bewahren,
aber ich werde mich bemühen. Auch müssen Sie bitte entschuldigen,
wenn ich zu oft über den Collie schreibe, aber ich habe mich dieser
Rasse mit Herz und Seele verschrieben. Selbstverständlich ist diese
Fibel auch für jede andere Hunderasse anwendbar, und auch Katzenkäufer
können hieraus wertvolle Hinweise ziehen.
Warum schreibe ich eine Welpen – Fibel für Welpenkäufer?
Für mich als Züchter, wäre es vorteilhafter, wenn die
Käufer nicht so genau hinsehen würden, für mich wäre
es besser, wenn ich meine Welpen einfach verkaufe – und gut.
Nun ... ich habe in meiner Laufbahn als Hundebesitzerin und Züchterin,
in der jahrelangen Arbeit als Ernährungsberaterin für Hunde
(10Jahre im Außendienst), schon oft Erfahrungsberichte von zufriedenen
Welpenkäufern bekommen ... aber auch leider von unzufriedenen Käufern.
Die Geschichten, die ich hier teilweise hören musste schreien zum
Himmel, und mir haben die Käufer sowie die kleinen Welpen des Öfteren
von Herzen Leid getan.
Ich – und ich kann an dieser Stelle nur von mir persönlich
sprechen – möchte zufriedene Welpenkäufer. Ich möchte
dass jeder, der aus meinem Zwinger einen Welpen kauft ein Hundelebenlang
mit seinem Hund glücklich ist, und ich möchte, dass meine
Babies auch mit den neuen Besitzern glücklich sind und ein langes,
gesundes und erfülltes Hundeleben genießen können.
Nun kann ich aber bei aller Liebe nicht behaupten, dass ich die einzig
wahre und empfehlenswerte Colliezüchterin auf diesem Planeten bin.
Es gibt sehr viele Züchter, die sich mit ihren Würfen sehr
viel Mühe geben und die genauso wie ich zufriedene Welpenkäufer
haben möchten. Es gibt aber leider auch andere.
Diese Fibel soll Ihnen helfen, den richtigen Züchter zu finden,
den richtigen Welpen auszusuchen, und Ihren neuen vierbeinigen Hausgenossen
so einfach wie möglich über die Jugendzeit zu bringen und
noch viele, schöne Jahr zu verleben.
Sandy Löhr und die Ladycollies
1.Vor dem Kauf
Erste Überlegungen:
Als erstes sollten Sie sich die Frage stellen ob Sie wirklich bereit
sind sich persönlich einzuschränken! Ein Hund verlangt von
Ihnen tägliche Spaziergänge, 3 x am Tag sollten Sie schon
mit ihm unterwegs sein, egal ob es regnet oder schneit. Nichts ist schlimmer
für einen Hund als die öde Langeweile in einem Haus. Der Hund
ist ein Lauftier und sollte ausreichend Bewegung haben.
Auch mit der Urlaubsplanung ist es nicht mehr so einfach! Der Collie
muss jetzt stets in Ihre Planung miteinbezogen werden ... und das die
nächsten 15 Jahre!
Ist JEDER in der Familie mit dem neuen Hausgenossen einverstanden oder
gibt es Familienmitglieder, die mit der Anschaffung eines Hundes nicht
einverstanden sind? Das ist ein Aspekt, den Sie nicht außer Acht
lassen dürfen, denn nicht jede Mutter hat sich „dann schon"
an den Neuen gewöhnt, wie man so gerne annimmt.
Sind Allergiker in der Familie? Waren alle schon mit Hunden in Kontakt?
Für längere Zeit? Haben sich irgendwelche Symptome gezeigt
die auf eine Allergie hinweisen könnten? Kleine Anzeichen wie Niesen,
rote Augen, vielleicht ein leichter Juckreiz, können auf eine Allergie
hindeuten, die gegebenenfalls erst während des täglichen Zusammenlebens
mit dem Vierbeiner ausbrechen kann.
Viel zu viele Hunde werden leider wegen Allergie eines Familienmitglieds,
meistens der Kinder in den Tierheimen abgegeben. Ersparen Sie ihrem
Hund diese Erfahrung und sich das Leid das Sie dadurch ertragen müssen.
Meine Welpenkäufer können die Collies zu jeder Zeit, egal
aus welchem Grund, wieder an mich zurückgeben. Ich bin für
meine Babies immer da!

Aras of Black First Lady’s Spirit mit 6 Wochen
Kann ich die Kosten für einen Hund tragen?
Der Kaufpreis eines Welpen liegt zwischen € 800,- und € 1200,-.
Bei manchen Rassen sind Preise von € 2000,- bis € 4000,- durchaus
keine Seltenheit.
Rechnen Sie pro Monat ruhig noch mal 150,-€ für Futter (gerechnet
auf Colliegröße), Impfungen, Pflege, Versicherung, Steuer
usw. hinzu. Was ist wenn der Hund krank wird? Können Sie diese
Kosten locker wegstecken oder stellt dies ein finanzielles Problem dar?
Bedenken Sie: je nach Krankheit kann das schon mal in die Hunderte oder
Tausende gehen! Eine neue Hüfte für einen HD kranken Hund
liegt momentan bei ca. € 3500,- pro Seite. Wenn dies ein finanzielles
Problem für Sie darstellt, Sie aber trotzdem auf die Anschaffung
eines Hundes nicht Verzichten wollen, kann ich Ihnen nur empfehlen eine
Hundekrankenversicherung abzuschließen. Diese sind, wenn man sie
gleich im Welpenalter abschließt gar nicht so teuer und helfen
einem im Notfall aber sehr weiter! Kosten ca. € 8,- / Monat.
Kann ich den Hund artgerecht halten?
Der Hund ist ein Rudeltier, man kann ihn nicht einfach wegsperren, nichts
ist schlimmer für einen Hund als allein zu sein. Zwingerhaltung
ist daher nicht artgerecht! Auch wenn Sie berufstätig sind ...
denken Sie daran dass der Hund immer leidet wenn er nicht bei seinem
Rudel sein kann. Wenn er zulange am Tag alleine ist, verkümmert
er und wird zu einem „armen, traurigem Wesen". Verhaltensauffälligkeiten
wie das Zerstören von Einrichtungsgegenständen, Möbeln
und Kleidung, meistens Schuhe, in die Wohnung machen, oder an sich selbst
beißen und schlecken bis Entzündungen und sogar offene Wunden
entstehen, können durchaus auf zuviel Einsamkeit des Hundes zurückgeführt
werden.
Ich persönlich sage meinen Welpenkäufern immer, dass 4 Stunden
allein sein für einen erwachsenen Hund die Obergrenze darstellt.
Einem Welpen sollte dies nie zugemutet werden.
Wenn Sie die ersten 3 Fragen mit Ja beantwortet haben, können Sie
einen Schritt weiter gehen und können sich die nächsten Fragen
stellen:
Will ich auf Ausstellungen gehen?
Vielleicht sogar züchten?
Will ich Hundesport betreiben? Agility? Hundeturniersport? Fährtensuchhund?
Flyball? Obidence? Treibball?
Oder will ich einfach nur eine treue Langnase an meiner Seite und einen
lieben Familienhund?
Beantworten Sie sich diese Fragen ehrlich ... denn nur wenn Sich ehrlich
zu sich selbst sind, kann ihnen ein guter Züchter helfen den richtigen
Hund für Sie auszusuchen.

Welcher wird wohl zu mir passen?
2. Wie finde ich den richtigen Züchter?
Besuchen Sie, wo Sie die Möglichkeit haben, Hundeausstellungen
und nehmen Sie Kontakt zu jenen Ausstellern auf, deren Hunde Sie am
meisten ansprechen. Informationen hierüber finden Sie im Internet
z.B. auf unserer Website www.collie-web.com – unter Collie–Web-Kalender
finden Sie Termine für Ausstellungen, auf denen nicht nur Collies
zu sehen sind. Informieren Sie sich im Internet! Sehr viele Züchter
haben mittlerweile eine eigenen Website, und präsentieren sich
und die eigene Zucht im Internet.
Verantwortungsbewusste Züchter mit echtem Interesse am Wohlergehen
ihrer Hunde werden auch Sie eingehend befragen. Und Sie sollten sich
dem nicht widersetzen. Hüten Sie sich vor dem Züchter, der
behauptet, genau den richtigen Hund für Sie parat zu haben, sich
aber nicht weiter für Ihre Lebensumstände interessiert. Jene
Züchter, die Sie zu sich nach Hause einladen, damit Sie sich ein
Bild von ihren Hunden machen können und die mit Ihnen über
die Hunde sprechen, sind empfehlenswerter. Machen Sie also einen Termin
mit dem Züchter. Sehen Sie sich die erwachsenen Hunde an und stellen
Sie sich vor, einer davon würde bei Ihnen leben. Besprechen Sie
Ihre Wünsche eingehend mit dem Züchter. (Auch das, was Sie
sich vorher schon überlegt haben. Sie wissen noch? Was möchten
Sie mit Ihrem Hund tun? Sport? Familienhund? usw.)
Einen Hund kauft man nicht wie einen Sack Kartoffeln, und Welpen gibt
es nicht auf Bestellung. Seien Sie geduldig, Wartezeit ist immer besser
als der impulsive Kauf eines Hundes.
Besuchen Sie mehrer Züchter und vergleichen Sie Ihre Eindrücke,
die Sie gemacht haben sorgfältig miteinander. Setzen Sie sich mit
verschiedenen Züchtern in Verbindung und achten bei dem Besuch
darauf, wie die Tiere gehalten werden, ob sie zutraulich sind und wie
gepflegt sie sind, schauen Sie sich an wie der Züchter mit seinen
Hunden umgeht. Haben die Hunde Angst vor ihm? Sagen Sie dem Züchter,
für was Sie dem Hund haben wollen. Liebhabertier oder doch züchten
oder ausstellen?
Ein verantwortungsvoller uns seriöser Züchter wird Ihnen sicherlich
behilflich sein, den richtigen Welpen aus dem Wurf auszuwählen.
Er wird Ihnen jede Frage beantworten und sämtliche Unterlagen und
Untersuchungsergebnisse der Elterntiere zur Einsicht vorlegen. Aber
bedenken Sie bitte auch hier: Ein verantwortungsvoller uns seriöser
Züchter wird Ihnen auch Löcher in den Bauch fragen ... er
wird nicht nur darauf bedacht sein Ihnen einen Collie zu verkaufen,
sondern er wird sehr genau wissen wollen WER Sie sind und WO sein Hundebaby
hinkommt. Wir kontrollieren und suchen unsere Käufer sehr genau
aus … zum Wohlergehen unserer Welpen! Sollten Sie, als Interessent,
nicht damit einverstanden sein, dass auch wir einmal bei Ihnen vorbeischauen,
und uns ein Bild machen möchten von dem Haus und der Familie, zu
der unsere Welpen kommen sollen, dann sollten Sie bitte erst gar keinen
Kontakt zu uns aufnehmen, denn Sie werden keinen Collie von UNS bekommen.
Rechnen Sie damit, dass auch andere Züchter Sie besuchen werden,
und sich von den Lebensumständen ihrer Hunde zu überzeugen.
Bedenken Sie bitte, wenn Sie den Züchter für IHREN Hund aussuchen,
dass jemand, der OHNE PAPIERE züchtet, also keinem Verband angeschlossen
ist, auch nicht kontrolliert wird und keinen Zwang für irgendwelche
Untersuchungen oder Vorsorgemaßnamen hat.
Beim Collie handelt es sich hier um HD, CEA. PRA, Katarakt. Freiwillige
Tests: MDR1, CCH, Wesenstest, Phänotypisierung und eine Zuchtstättenkontrolle
des Verbandes.
Fragen Sie den Züchter nach den Rassespezifischen Erkrankungen
und die Vorsorgeuntersuchungen die er machen lässt. Lassen Sie
sich die Untersuchungsergebnisse zeigen. Lassen Sie sich die Zwingerurkunde
zeigen. Und lassen sie sich den Verband nennen in dem der Züchter
tätig ist.
Suchen Sie Ihren Hund bitte nicht über den Preis aus, das lohnt
sich im Endeffekt nicht wirklich. Viele Hunde werden bei Massenzüchtern
oder Händlern gekauft, weil sie dort zu einem wesentlich günstigeren
Preis angeboten werden als bei Züchtern. In Belgien kann man nach
wie vor Welpen auf Flohmärkten kaufen. Bei meinem letzten Besuch
wurde mir ein Bernhardinerwelpe für € 20,00 angeboten ...
unfassbar. Meiner Einschätzung nach war das arme Würmchen
noch nicht mal sechs Wochen alt.
Ein Kauf aus Mitleid, oder ein Kauf um Geld zu sparen, geht meistens
in die Hose. Die Mehrzahl dieser Welpen sind krank, schwach und der
Mutter viel zu früh weggenommen worden. Einen Tierarzt haben diese
Welpen noch nie gesehen. Sie sind wahrscheinlich total verwurmt, haben
Magen-Darm Probleme und seelisch haben viele einen Knacks, den sie vielleicht,
auch mit der besten Fürsorge, nie wieder gut machen können.
Meistens ergibt das nur sehr viele Tränen, Trauer und ein großes
Loch im Portmonaise.
Ashantie of Black First Lady’s Spirit
Ein sehr schlauer Mensch hat einmal folgendes über "Billigprodukte"
geschrieben:
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt,
das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen
und etwas billiger verkaufen könnte,
und die Menschen,
die sich nur am Preis orientieren,
wird die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug,
zuviel zu bezahlen, aber
es ist noch schlechter,
zu wenig zu bezahlen.
Wenn Sie zuviel bezahlen,
verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen,
verlieren Sie manchmal alles,
da der gekaufte Gegenstand, die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen
kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es,
für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an,
müssen Sie für das Risiko,
das Sie eingehen, etwas hinzurechnen.
Und wenn Sie das tun,
dann haben Sie auch genug Geld
um für etwas besseres zu bezahlen.
Von „John Ruskin, engl. Sozialreformer (1819-1900)
Dies gilt auch, und meiner Meinung nach besonders, für den Hundekauf.
Der Hund als lebendes Wesen, mit all seinen Eigenheiten und Eigenschaften,
mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen und den rassespezifischen
Krankheiten, mit dem 24 h Engagement, das der Züchter in den ersten
12 Wochen des Welpen zeigen muss, um einen gesunden und optimal sozialisierten
Welpen abgeben zu können, optimale Gesundheitsvorsorge wie Impfung,
Entwurmung, Vorsorgeuntersuchung, ärztliche Betreuung wenn der
Welpe krank ist, Betreuung die auf jeden Welpen einzeln abgestimmt ist
– dies alles werden Sie bei einem Händler oder „Vermehrer"
wie wir Züchter sagen, nicht bekommen.
Gehen Sie in eine Zuchtanlage und schauen Sie sich die Zustände
selbst an. Zwingeranlagen in denen die unterschiedlichsten Rassen gezüchtet
werden, oder Hinterhofzuchtanlagen, die sie normalerweise nicht zu Gesicht
bekommen. Diese Vermehrer werden Ihnen vielleicht den Welpen einzeln,
ohne Geschwister, in der Wohnung präsentieren. Auch wenn die Zwingeranlagen
perfekt sauber sind, der Züchter Ihnen eine Bescheinigung vom Veterinäramt
vorlegt, und die Hunde einen gepflegten Eindruck machen, bedenken Sie,
dass, je mehr Zuchttiere vorhanden sind, gar keine Zeit für den
Betreiber bleiben kann, sich um seine Welpen zu kümmern und für
die nötige Sozialisierung zu sorgen.
Sicherlich können Sie hier bei der Anschaffung etliche €uro
sparen ... ob sich dies aber lohnt, im finanziellen Sinne wie im moralischen
... da wage ich zu widersprechen und das wage ich zu bezweifeln.

Angel of Black First Lady’s Spirit macht meine Glockenblumen nieder
Ich weiß auch nicht warum, aber in die Glockenblumen haben sich
alle meine Welpen gerne gelegt.
3.Beim Züchter
Haben Sie Ihr Vertrauen nun endlich einem Züchter geschenkt, so
sollten Sie jetzt darauf warten, dass sich der Züchter nach erfolgtem
Wurf bei Ihnen meldet. Ich persönlich informiere meine Interessenten
schon wenn der Deckakt geklappt hat und die Hündin trächtig
ist.
Er kennt Ihre Vorstellungen und kann Ihnen helfen den richtigen Welpen
auszusuchen. Aber auch wenn die anderen Welpen vergeben sind, schauen
Sie sich bei Ihrem Besuch unbedingt den ganzen Wurf an. Nur so haben
Sie die Möglichkeit, Ihren Hund in Relation zu den anderen zu sehen.
Besuchen Sie Ihren Welpen so of wie möglich. Jeder seriöse
Züchter wird Ihnen dazu die Möglichkeit geben und erfreut
sein, wenn Sie schon vor dem Abgabetermin für Ihren Welpen da sein
wollen. (bei mir gilt für die ersten drei Lebenswochen striktes
Besuchsverbot! Solange sollten und müssen Sie Ihrem Welpen Zeit
geben, sein Immunsystem aufzubauen!!!)
Ihr Welpe sollte auf jeden Fall etwas pummelig sein, weder fett noch
dünn, starke Knochen haben und gut riechen. Zu beobachten, wie
Welpen mit ihren Wurfgeschwistern umgehen, ist wichtig. Ein Welpe, der
zurückhaltend und schüchtern ist, verlangt viel Geduld und
Arbeit. Einen wirklich ängstlichen Hund sollten Sie nicht kaufen.
Ein derartiges Verhalten ist hundeuntypisch und wird immer ein größeres
Problem bleiben. Bei einem seriösen Züchter sollten sich aber
auch keine ängstlichen Hunde finden lassen.
Schauen Sie sich die Zuchtstätte nach wie vor auch mit kritischen
Augen an. Viel zu oft drückt man durch die Begeisterung für
die süßen kleinen Welpen ein Auge zu, obwohl man es nicht
zudrücken sollte. Sagen Sie es dem Züchter, wenn Ihnen etwas
auffällt, was Ihnen nicht gefällt oder wenn Sie etwas nicht
verstehen. Jeder seriöse Züchter wird Ihnen gerne alle Fragen
beantworten oder alle Umstände erklären, die in seinem Zwinger
herrschen.
Sind die Elterntiere anwesend? Zumindest die Mutter? Können Sie
bei einer Fremdbelegung den Vater der Welpen besuchen? Bilder, Untersuchungsergebnisse
und Stammbaum des Vaters einsehen?
Wo sind die anderen Hunde des Züchters? Wie werden diese während
der Zeit der Welpenaufzucht gehalten? Ins Rudel integriert oder vielleicht
nach draußen in einen Zwinger oder in ein Zimmer gesperrt?
Wie sieht es mit der Sauberkeit aus? Hunde machen immer Dreck, besonders
Welpen, aber dies sollte keine Entschuldigung sein für nicht entfernte
Häufchen oder Pfützen! Schauen Sie sich die Hinterlassenschaften
der Welpen genau an. Erstens sehen Sie daran ob der Stuhlgang in Ordnung
ist, und zweitens können Sie in etwa abschätzen wie lange
das „Häufchen" da schon liegt.
Ich persönlich halte aber genauso wenig von übertriebener
Sauberkeit! Züchter, die eine Flasche mit Desinfektionsspray immer
bereit stehen haben, sind mir genauso unheimlich, wie solche bei denen
man aufpassen muss, wo man seinen Fuß hin stellt!
Auch sollten Sie überlegen, ob ein sehr sauberes Haus vielleicht
ein Hinweis darauf sein könnte, dass die Hunde normalerweise nicht
hier gehalten werden, und nur für die Präsentation für
den Käufer ins Haus geholt wurden.
Machen Sie Ihre Augen auf ... bei jedem Besuch immer wieder ... lassen
Sie Ihren gesunden Menschenverstand raus und unterdrücken Sie die
Euphorie wegen der kleinen Racker ... dann werden Sie mit Sicherheit
den optimalen Züchter für Ihren Traumhund finden!
4. Welchen Welpen soll ich nehmen?
Hier brauchen wir nun die Überlegungen, die Sie weiter vorne im
Buch schon angestellt haben. Oder zumindest anstellen hätten sollen!
Noch mal zu Ihrer Erinnerung:
Will ich auf Ausstellungen gehen?
Vielleicht sogar züchten?
Will ich Hundesport betreiben? Agility? Hundeturniersport? Fährtensuchhund?
Flyball? Obidence? Treibball?
Oder will ich einfach nur eine treue Langnase an meiner Seite und einen
lieben Familienhund?
Einen Hund für Ausstellungen haben zu wollen schließt nicht
automatisch die sportliche Seite aus, und auch ein lieber Familienhund
kann mit Obidence oder Ausstellungen ein glücklicher Hund sein.
Am besten wäre ein gesunder Mischmasch aus mehreren Bereichen.
Sie können keinen reinen Ausstellungshund oder Zuchthund kaufen.
Auch diese Hunde brauchen ausreichend Bewegung und Zuwendung. Auch können
sie keinen reinen Sporthund erwerben, denn auch dieser muss genauso
ein glücklicher Familienhund sein dürfen. Halten Sie sich
immer vor Augen, sollten Sie ein Begeisterter Hundsportler sein, dass
Ihr Hund vielleicht durch Krankheit, wegen des Alters oder vielleicht
durch einen Unfall irgendwann nicht mehr in der Lage sein könnte
diesen Sport auszuüben. Vielleicht hat er auch einfach keine Lust
dazu.
Sie müssen immer die Gesamtheit aller Aspekte im Auge behalten!
Machen Sie nicht den Fehler einen Hund auf ein einziges Merkmal zu reduzieren
... es wird nicht klappen und nur Frustration und Ärger einbringen.
Dies alles muss Ihnen bewusst sein. Und auf dies alles wird Sie Ihr
Züchter hinweisen, wenn ihm seine Hunde am Herzen liegen.

Ashantie of Black First Lady’s Spirit satt, zufrieden und definitiv
mit dem Gefühl in Sicherheit zu sein, bei Familie Werner im Garten
Er kann Ihnen nur helfen, den vielleicht am besten geeigneten Hund aus
einem Wurf auszusuchen. Aber auch ein Züchter ist kein Hellseher.
Er kann nicht in seine Hunde hineinschauen, und Ihnen garantieren, dass
dieser oder jener Hund für die Zucht geeignet ist. Viele Hunde,
die als Zuchthunde verkauft werden, entwickeln sich nachteilig bis zur
Zuchttauglichkeitsprüfung. Dies mag vielleicht weder in Ihrer Verantwortung
noch in der Verantwortung des Züchters liegen. Sicherlich spielen
Faktoren wie Haltungsbedingungen, Ernährung usw. eine große
Rolle, aber selbst wenn Sie und Ihr Züchter alles 100% erfüllen
und befolgen ... eine Garantie werden Sie nie bekommen.
Der Welpe den Sie im Begriff sind zu erwerben ... er ist ein Lebewesen
... kein Sportgerät, keine Zuchtmaschine und erst recht kein Wegwerfartikel,
dessen man sich entledigt, wenn er seinen Zweck nicht mehr erfüllt.
Er ist ein Lebewesen mit der Fähigkeit zu lieben und zu leiden,
Trauer und Schmerz zu empfinden, Freude und Zuneigung, Spaß zu
haben und gelangweilt zu sein ... er hat eine Seele!
Sie merken. ich gehe gar nicht darauf ein, welcher Hund denn nun zu
Ihnen passen würde und welcher nicht. Ich möchte dass Sie
sich klar machen, dass auch wenn sie noch so gut selektieren, und noch
so gut aussuchen, es immer anders kommen kann wie geplant. Ich möchte
dass Sie sich darüber klar sind, dass Sie den Zuchthund, den Sie
gekauft haben, oder den Sporthund, oder den Familienhund in erster Linie
wegen SEINER SELBST kaufen sollen. Sie sollen ihn kaufen WEIL er ER
ist! Und nicht weil er einen bestimmten Zweck erfüllen soll. Die
Priorität beim Hundkauf muss immer beim Hund selbst, und nicht
beim Zweck den er erfüllen soll, liegen. Lieben Sie Ihren Hund
um seiner selbst willen und nicht wegen der Leistungen oder den Pokalen
die er für Ihr Ego erbringen mag!
Oftmals habe ich Streitereien mitbekommen, die mir im wahrsten Sinne
des Wortes, die Harre zu Berge stehen ließen.
Beispiel: Ein Deckrüde wurde verkauft. Dieser Rüde hatte aber
das Pech, dass nur ein Hoden abgestiegen ist. Mit einem Einhoder –
Rüden darf man aber aus gutem Grund nicht züchten! Die Streitereien
die zwischen dem Züchter, der den Hund nicht zurücknehmen
wollte, und dem Käufer, der den Rüden auch nicht mehr haben
wollte, dann öffentlich im Internet ausbrachen waren, um es gelinde
auszudrücken, „EINE SCHANDE FÜR DIE ZÜCHTERSCHAFT
und EINE SCHANDE FÜR DEN KÄUFER!"
Die Prioritäten des Kaufes lagen hier beim Käufer anscheinend
vollkommen daneben. Kann er denn den Hund nicht lieben wenn er nicht
damit züchten kann? Ist der Hund denn ein anderer, nur weil er
nur einen Hoden hat? Ist der Hund denn deswegen nichts mehr wert? Es
ist immer noch der gleiche Hund, der als Welpe gekauft wurde, es ist
immer noch der gleiche Hund, der vom Käufer als doch so süß
dargestellt wurde, es ist immer noch der Hund, mit dem der Käufer
geknuddelt und gespielt hat, es ist immer noch der Hund, der seine Familie
abgöttisch geliebt hat und für jede Streicheleinheit glücklich
war und sich gefreut hat wenn sich Herrchen gefreut hat. Es ist immer
noch der gleiche Hund! Es kann doch nicht sein, dass es wirklich nur
ums liebe Geld geht und der Hund, die Seele des Hundes vollkommen vergessen
und außer Acht gelassen wurde!
Ich persönlich würde jederzeit jeden meiner Hunde zurücknehmen,
egal aus welchem Grund und egal in welchem Alter.
Ich persönlich würde auch nie einen Welpen den ich gekauft
habe zurückgeben wollen, nur weil er nicht zuchttauglich ist! Oder
weil er vielleicht an Agility keinen Spaß hat, oder weil er auf
Ausstellungen nicht die gewünschten Erfolge erzielt!
Ich habe meine Hunde, weil ich diese Hunde liebe, und weil meine Hunde
mich lieben. Dies ist mehr wert als der schönste Pokal den mir
ein Hund jemals bringen könnte. Mehr wert, als jede Auszeichnung
oder Anerkennung von anderen.
Liebe Deinen Hund um seiner selbst willen ... und Du wirst mit ihm glücklich
werden!
Machen Sie sich diese Worte zum Prinzip ... verinnerlichen Sie sich
diese Einstellung ... dann haben Sie auch kein Problem den passenden
Welpen auszusuchen!
Angel of Black First Lady’s Spirit mit seinem Herrchen Herrn
Schweikert
5.Der große Tag
Sie holen Ihren Welpen beim Züchter ab. Lassen Sie sich Zeit. Auch
wenn Sie vielleicht eine größere Strecke fahren müssen,
planen Sie genug Pausen ein, für sich selbst, und auf der Rückfahrt
für den Welpen.
Je ruhiger und entspannter Sie sind, umso ruhiger und entspannter wird
die erste große Fahrt für Ihren kleinen Hund werden. Hetzen
Sie nicht zu Ihrem Züchter rein, krallen sich den Welpen und hetzen
wieder davon ... das setzt nicht nur Sie unter Stress, sondern auch
den kleinen Hund. Dieser hat es in den nächsten Tagen schwer genug,
Sie sollten jeden weiteren Stress und jede weitere Beunruhigung vermeiden.
Ich bin mir sicher Ihr Züchter wird Ihnen eine Tasse Kaffee anbieten,
oder ein Glas Mineralwasser; nehmen Sie dieses Angebot an und erledigen
Sie alle Formalitäten ganz in Ruhe. Ihr neuer Wegbegleiter wird
sich an Ihnen orientieren, wenn Sie ruhig sind und eine gelassene Souveränität
ausstrahlen, wird sich auch seine Nervosität in Grenzen halten.
Denken Sie immer daran, dass sich Ihre Stimmung auf Ihren Hund überträgt.
Vermitteln Sie ihm Stärke und Gelassenheit ... und er wird ihnen
sicherlich sehr schnell sein Vertrauen schenken.
Meine Welpen bekommen immer eine Decke mit, wenn sie in die große,
weite Welt hinausziehen, damit sie etwas vertrautes, etwas dass ihnen
Sicherheit und Geborgenheit gibt, an dem neuen, fremden Ort haben. So
können sie mit einem gewohnten Geruch und einer gewohnten Unterlage
das erste Mal alleine einschlafen.
Wenn Ihnen der Züchter, den Sie sich ausgesucht haben, dies nicht
anbietet, schicken Sie Ihrem Welpen eine Decke bevor Sie ihn abholen!
Zwei bis drei Wochen vorher, und der Welpe hat seine eigene Decke, wenn
sie ihn abholen. Besser noch – bringen Sie ihm die Decke selbst
vorbei! Ich finde dies sehr hilfreich und wichtig bei der Eingewöhnung
von Welpen in ein neues Zuhause.
6.Endlich Zuhause
So ... nun sind Sie endlich mit IHREM HUND zuhause angekommen. Am liebsten
wäre es Ihnen wahrscheinlich, wenn der kleine Racker in Haus stürmen,
alles erkunden und sich sofort zu Hause fühlen würde.
Manchmal ist das so ... manchmal aber auch nicht. Viel mehr wird es
so sein, dass sich Ihr vierbeiniger Freund erst mal total verschüchtert
in eine Ecke verzieht und gar nichts von Ihnen wissen möchte. Bitte
lassen Sie ihn erst ein Mal in Ruhe und seien Sie auf gar keinen Fall
enttäuscht von diesem Verhalten. Der Hund wird Ihre negative Stimmung
sehr wohl wahrnehmen und nicht verstehen was er denn falsch gemacht
haben könnte und umso länger in seiner Zurückhaltung
weilen. Verhalten Sie sich neutral. Setzen Sie sich in Sichtweite, und
warten Sie erst mal ab. Ein Welpe ist in dieser Situation immer vollkommen
überfordert. Dies hat mehre Gründe:
Halten Sie sich immer vor Augen, dass der kleine Wurm gerade erst seinem
ihm Sicherheit gebenden Rudel und seiner Vertrauten Umgebung gewaltsam
entrissen wurde. Fremde Rudel bedeuten für einen kleinen Hund immer
„Lebensgefahr". In der Natur würde ein Welpe, der sich
von seinem Rudel entfernt und sich einem anderen Rudel nähert mit
Sicherheit zu 99% getötet werden. Ohne Mutter und ohne Rudel hat
ein Welpe in diesem Alter keinerlei Chance auf Überleben.
Von alleine hätte der Welpe sein Rudel und seine Mutter nie verlassen!
Er wurde ihnen gewaltsam entrissen, von fremden Menschen, die ihn an
einen fremden Ort gebracht haben. Dies ruft bei jedem normal sozialisierten
Welpen Todesangst hervor.
Seine Mutter hätte ihm nie erlaubt, sich in diesem Alter vom Rudel
zu erntfernen, er weiß das, und er wartet darauf dass ihn seine
Mutter zurückholt, in die Sicherheit des bekannten Rudels heim
holt. Ein Welpe der sich in der Natur zu weit vom Rudel entfernt und
sich verlaufen hat, wird leise winseln, nach seiner Mutter rufen, damit
sie ihn finden und zurückbringen kann. Denn ohne das Rudel hat
er keinerlei Chance auf Leben.
Also, sie müssen Ihrem Welpen erst mal zeigen und begreiflich machen,
dass von dem neuen Rudel, in dem er jetzt ist, keine Gefahr ausgeht.
Dass ihn dieses Rudel akzeptiert und ihm nicht ans Leder will!
Je weniger Sie ihn bedrängen, und je weniger Wirbel Sie machen,
desto schneller wird er Vertrauen finden und sich Ihnen anschließen
wollen. Sein instinktives Bedürfnis nach der Sicherheit eines Rudels
wird ihn zu Ihnen führen.
Machen Sie dies vor allem Ihren Kindern klar. So schwer es auch fällt,
aber den Welpen jetzt ständig Rumzutragen, ihn zu verfolgen und
zu bedrängen und zu bedauern ist das schlechteste was Sie machen
können.
ER wird zu Ihnen kommen, er wird Ihre Nähe suchen ... dann können
Sie knuddeln und streicheln, auf den Schoß nehmen und lieb haben
... aber bitte ... erzwingen Sie nichts!
Unerwünschtes Verhalten, wird ignoriert,
erwünschtes Verhalten, wird belohnt.
Merken Sie sich diesen Satz auch für die Erziehung und Ausbildung
... er wird Ihnen noch helfen.
Natürlich gibt es auch andere Typen. Welpen die sofort alles in
Beschlag nehmen und rotzfrech das ganze Haus erkunden ... aber die sind
eher selten. Auch diese Welpen werden nach der ersten neugierigen Erkundungsphase
sehr schnell feststellen, dass keine Mama mehr da ist, die auf ihn aufpasst,
und in eine ruhige Zurückgezogenheit fallen.

Amely auf ihrer gewohnten Decke mit gesammelter Beute – Quietschehühnchen
und alte Socken
Diese erste Eingewöhnungsphase dürfe und sollte sich nach
ein paar Stunden legen. Ich gehe davon aus, dass sie einen seriösen
Züchter gewählt haben und der Welpe noch keine schlechten
Erfahrungen in seinem noch so kurzen Leben gemacht hat. Ich gehe auch
davon aus, dass Sie Ihren Hund schon ein paar Mal besucht haben, und
Sie ihm nicht vollkommen fremd sind. Wenn ich mir meinen Annahmen richtig
liege, wird er bald sein „Schutz-Suchen-Verhalten" aufgeben,
und der natürlichen Neugier nachgeben, und vor allem Dingen, wird
er dann Ihre Nähe suchen und sich dem neunen Rudel anschließen
wollen.
Die erste Nacht:
Was habe ich schon von den unterschiedlichsten Leuten für unterschiedliche
Geschichten über die erste Nacht gehört! Da geht das Repertoire
von SUPER EINFACH bis KATASTROPHE.
Wenn ich von meinen Welpen berichten müsste, könnte ich von
allen neuen Besitzern nur eines sagen: Es wahr erstaunlich einfach und
ruhig.
Das wichtigste, was Sie Ihrem Baby bieten müssen ist: WÄRME!
Dies wird meiner Meinung nach immer vollkommen unterschätzt. Stellen
Sie sich vor, der Welpe hat in seinem bisherigen Leben noch nie einen
Hundekorb alleine „aufheizen" müssen.
Immer hatte er die Möglichkeit sich mit seinen Geschwistern und
seiner Mutter zusammenzukuscheln, damit es angenehm warm für ihn
war. Und Hunde tun das sehr oft! Jetzt ist er alleine.
Zu 100% berichten Welpenkäufer, dass der Welpe das Winseln und
Jaunxen aufgehört hat, als Sie Ihn ins Bett holten! Viele werden
sagen: „Ja weil er dann nicht mehr alleine war".
Aber ich sage: „Weil er es dann warm hatte und nicht frieren musste"!

Angel of Black First Lady’s Spirit in Herrchens Schlafkoje
Vielleicht werde ich mit dieser Aussage bei vielen meiner Züchterkollegen
auf Widerspruch stoßen, aber wenn man die Sache mal logisch und
objektiv betrachtet, kann man eigentlich nur zustimmen. Haben Sie ein
Thermometer im Haus? Dann dürfte die Temperatur die es anzeigt
so um die 20 Grad liegen. Allerdings in Augenhöhe. Legen Sie dieses
Thermometer nun mal auf den Boden, so werden Sie feststellen, dass es
hier nur noch so um die 14 Grad zeigt (vorausgesetzt Sie haben keine
Fußbodenheizung!). Viel zu kalt für einen Welpen sage ich.
Auch wenn der Kleine in einem Körbchen mit Decke liegt, die kalte
Luft, die vom Boden her den Schlafplatz auskühlt, kann durch den
kleinen Körper nicht kompensiert werden. Der Welpe friert. Ihm
ist kalt, er hat keine Geschwister und keine Mama mehr, an die er sich
kuscheln könnte um sich zu wärmen ... und deswegen weint er
verständlicherweise.
Wenn Sie Ihren Hund nicht ins Bett lassen möchten, müssen
Sie dafür Sorge tragen, dass ihm nicht zu kalt ist. Eine herkömmliche
Wärmflasche würde zu schnell auskühlen. Eine Heizdecke
ist da schon eher geeignet, aber achten Sie auch darauf, dass es auf
gar keinen Fall zu heiß für ihn wird. Eine Temperatur von
mindestens 28 Grad Celsius ist ein absolutes Muss, damit der Welpe sich
wohl und geborgen fühlt. Ich habe mal einen Thermometer zwischen
meine schlafenden Hunde im Körbchen deponiert und es zeigte nach
einer halben Stunde einen Wert von 32 Grad Celsius. Denken sie mal darüber
nach, sie werden zugeben müssen, dass sich dies plausibel anhört.
Weiter wage ich zu behaupten, dass sich die Abstände in denen
sie mit Ihrem Welpen Pipi machen gehen müssen sehr verlängern
werden, wenn sie Ihrem Welpen einen Schlafplatz mit genügend Wärme
zur Verfügung stellen. Aus Erzählungen, in denen berichtet
wird, dass man alle 2 Stunden mit dem Babyhund raus gehen muss, folgere
ich, dass der kleine Welpe zu kalt hatte. Er hat sich einfach unterkühlt
und erkältet. Und wer kennt das nicht? Auch bei uns Menschen ist
das so. Wenn wir kalte Füße haben, fühlen wir uns erstens
sowieso unwohl, und zweitens müssen wir dann auch öfter mal
zur Toilette laufen. Davon abgesehen, hat noch kein Käufer, der
seinen Welpen ins Bett genommen hat, berichtet, dass er alle zwei Stunden
mit ihm raus musste! Diese Welpen halten es komischerweise sehr viel
länger aus, ohne Pipi machen zu müssen.
Mein Rat: Bieten Sie dem Welpen von Anfang an genügend Wärme
und Sie werden „fast" keine Probleme mit einem weinenden,
winselnden Welpen und Pinkelpausen in nur 2 stündigem Abstand haben.
Versuchen Sie es!
7.Die ersten Tage
Planen Sie diese bitte genauestens. Laden Sie keine Verwandten oder
Bekannten ein. Geben Sie Ihrem Welpen die Gelegenheit, sich erst ein
paar Tage einzugewöhnen.
So vieles ist für den kleinen Racker jetzt neu. So vieles was
ihn verängstigt und verunsichert, so groß der Trennungsschmerz
von Mama und Geschwistern, so ungewiss und unbekannt das neue Rudel
und die neue Umgebung.
Denken Sie daran, dass ihm von seiner Mutter nie erlaubt worden wäre
sich zu weit aus dem Revier zu entfernen. Ich persönlich finde
es nicht artgerecht, wenn man einen Welpen in diesem alter schon „Spaziergänge"
zumutet. 100 Meter Entfernung vom Haus ist vollkommen ausreichend die
erste Woche! Und wundern Sie sich nicht, wenn Sie für diese 100
Meter 2 Stunden brauchen. Aber dann war die Entfernung eh zu weit und
Sie sollten wieder reduzieren. 15 Minuten vom Haus wegbewegen und dann
wieder zurück. Das sollte für einen 10 Wochen alten Welpen
ausreichen. Dehnen Sie sein Gebiet langsam aus!
Auch werde ich öfter mal gefragt, warum der Welpe denn „draußen"
sein Geschäft nicht machen möchte. Warum er nach einem 2 stündigem
Spaziergang (Oh Gott – der arme Kleine) in dem er nichts gemacht
hat in den Garten rennt und dort sein Geschäft macht.
Ganz einfach: Mutter Natur verbietet es ihm! Denken Sie wie ein Hund,
dann werden Sie es sofort nachvollziehen können. Ein Welpe in diesem
Alter, würde von seiner Mutter nicht erlaubt bekommen sich soweit
vom Rudelterritorium zu erntfernen, geschweige denn sein Geschäft
zu machen, und anderen feindlich gesinnten Rudeln seine und die Anwesenheit
des Rudels zu verraten.
Des Weiteren sind außerhalb Ihres Gartens jede Menge Markierungen
von rudelfremden erwachsenen Hunden. Hündinnen wie Rüden.
Ein Welpe würde sich freiwillig in Lebensgefahr begeben, was ihm
sein Jahrtausendalter Instinkt immer noch sagt, wenn er es wagen würde
seine „Marken" über oder neben die eines fremden Hundes
zu setzten. Der fremde Hund hat ja zweifelsohne sein Gebiet markiert
... wer ist denn ER, der kleine gerade mal vielleicht 10 oder 12 Wochen
alte Welpe, dass er sich so etwas anmaßen würde. Und zweifelsfrei
verbietet es ihm sein Instinkt auch, seine Anwesenheit überhaupt
preiszugeben. Das Märchen vom „Welpenschutz" muss ich
hier gleich aus dem Weg räumen. Welpenschutz gibt es nur innerhalb
des eigenen Rudels, aber nie außerhalb und bei fremden Hunden.
Sobald er wieder in seinem geschützten und für ihn sicheren
Rudelgebiet ist, kann er sich ohne Angst erleichtern und sein Geschäft
verrichten.
Machen Sie weiter mit ihm kleine Ausflüge in die Umgebung, je älter
er wird, und je selbstbewusster, desto öfter wird er auch wie selbstverständlich
sein Geschäft außerhalb des Grundstücks verrichten.
Aber bitte, seien Sie ihm nicht böse und schimpfen Sie nicht wenn
er in den Garten macht. Für den Welpen ist das die einzig wahre
und die einzig logische Lösung. Mutter Natur lässt ihn so
handeln, nicht weil er Ihnen eins auswischen will oder weil er „unsauber"
ist. Und mal ganz ehrlich ... so schlimm ist es nun auch wieder nicht,
wenn ein Welpe ein paar Mal ein kleines „Häufchen" in
den Garten macht. Dieses ist schnell und einfach mit einer Gartenschaufel
und einem kleinen Eimerchen zu entfernen, Vielleicht hilft Ihnen dies
ja auch, sich daran zu gewöhnen, auch die Hinterlassenschaften
Ihres Hundes von der Straße zu entfernen. Was nebenbei bemerkt,
eine Selbstverständlichkeit sein sollte! Es gibt mittlerweile in
den Zoohandlungen und im Internet kleine, nützliche Beutel und
Kartönchen, die kann man ganz einfach in der Jackentasche mitnehmen,
um die Häufchen zu entfernen. Irgendwo findet sich immer ein Mülleimer
um die gesammelten Werke wieder los zu werden.

Ashantie of Black First Lady’s Spirit – in Ecken
fühlen sich viele Welpen besonders wohl
So – geben sie ihm also ein paar Tage Zeit um sich an die neue
Umgebung zu gewöhnen. Am besten lassen Sie ihn die ersten Tage
neben Ihrem Bett schlafen. Aber schön warm ... denken Sie daran.
Dann merken Sie auch wenn er unruhig wird und raus muss.
Beobachten Sie ihn genau und überfordern Sie den Kleinen nicht
mit neuen Eindrücken. Überfordern Sie ihn bitte auch nicht
mit Zuneigung und Kuschelattacken! Er wird zu Ihnen kommen, wenn er
bereit dazu ist. Zwingen Sie ihn zu nichts, das könnte Ihr Verhältnis
und sein Vertrauen zu Ihnen nachhaltig stören. Vieles was innerhalb
eines Augenblicks zerstört ist, muss im Nachhinein vielleicht monatelang
wieder aufgebaut und trainiert werden. Lassen Sie ihm Zeit seine neue
Umgebung, und damit meine ich ausschließlich das Haus und den
dazugehörigen Garten, zu erkunden. Er wird nicht das ganze Haus
auf einmal für sich beanspruchen, er wird Zimmer um Zimmer erkunden.
Manche Zimmer werden ihm aus irgendwelchen Gründen unheimlich sein,
und er wird sie nicht freiwillig betreten wollen.
Lassen Sie ihn – irgendwann wird er auch den letzten Winkel Ihres
Hauses erkundet haben ohne dass Sie ihn dazu ermuntern oder zwingen
mussten.
8.Stubenreinheit
Dies ist das unangenehmste Problem, das viele Hundebesitzer mit ihrem
neuen kleinen Freund haben.
Wenn Sie das Kapitel Endlich Zuhause – Die erste Nacht aufmerksam
gelesen haben, wissen Sie ja schon wie sie dem am besten vorbeugen können.
Mit ausreichend Wärme! Trotzdem wird Ihr Welpe in regelmäßigen
Abständen raus müssen um sein Geschäftchen verrichten
zu können. Auch hier wissen Sie bereits aus dem Kapitel Die ersten
Tage, dass Sie ihm dies am besten am Anfang in Ihrem Garten erlauben
sollten.
Meine Welpen waren bei Abgabe (10 – 12 Wochen) stubenrein. Ich
hatte in diesem Alter einen Rhythmus von ca. 4 Stunden. Nachts auch
mal 6 oder 7 Stunden. Und das hat wunderbar geklappt.
Jetzt hat der Welpe bei Ihnen aber vielleicht einen anderen Rhythmus,
einen ganz anderen Tagesablauf. Daran muss er sich auch erst einmal
gewöhnen und sein kleiner Körper sich darauf einstellen. Beobachten
sie ihn gut, immer wenn er anfängt sich im Kreis zu drehen, dabei
am Boden schnuppert, rufen Sie ihn mit immer den gleichen Worten (meinetwegen
Pipi machen, komm puschern, oder „Schröder" –
ich kenne tatsächlich eine Deutsche Dogge, die immer, wenn ihr
Herrchen „Schröder" sagte, ihr Geschäft erledigte
*grins*)
Aber es müssen wirklich immer der gleiche Wortlaut sein. Nehmen
wir meine Worte – Pipi machen – meine Hunde wissen, dass
wenn ich sage „Pipi machen", wir dann rausgehen und dass
dann auch Pipi gemacht wird. Ich unterscheide bei meinen Hunden zwischen
„Pipi machen" und „Komm, wir gehen mir den Leinchen".
So lernt Ihr Welpe sehr schnell, dass er, wenn er von Ihnen hört
„Komm Pipi machen", er in den Garten gehen kann und in Sicherheit
sein Geschäftchen verrichten kann.
Sollte er wirklich mal eine Pfütze oder größere Malheur
im Haus gemacht haben, schimpfen Sie ihn nicht!
Er hat wahrscheinlich alle Zeichen gegeben, dass er ein Mal muss, aber
Sie haben sie nicht bemerkt, waren mit anderen Dingen beschäftigt
oder waren gerade abwesend.
Nur wenn Sie ihn in flagranti dabei erwischen, können Sie mit einem
energischen NEIN, die Sache unterbrechen und ihn nach draußen
bringen, damit er dort sein Geschäft vollenden kann. Lautstark
schimpfen oder schreien, ist hier sehr kontraproduktiv. Schlagen oder
den Welpen mit der Nase in seine Hinterlassenschaften zu drücken
ist strengstens verboten! Sie müssen bedenken, er hatte keine andere
Wahl als dort zu machen wo er konnte. Freiwillig wird ein gesunder Hund
niemals sein Nest verschmutzen. Die Betonung liegt hier auf „gesunder
Hund". Für einen kranken Hund, der vielleicht eine Erkältung
hat, weil sein Schlafplatz zu kalt ist, oder der sich gar eine Blasenentzündung
geholt hat, gelten natürlich und selbstverständlich vollkommen
andere Maßstäbe.
Und kein Welpe macht dies um SIE zu ärgern! Solche menschlichen
Handlungsweisen und Empfindungen kennen Hunde nicht!
Wenn sie diese Ratschläge beherzigen, wird Ihr Welpe innerhalb
ein paar Tagen auch bei Ihnen im Haus stubenrein sein. Er sollte es
ja schon beim Züchter gelernt haben, und so muss er sich ja eigentlich
nur an einen anderen Rhythmus gewöhnen.
9.Gassi gehen
Wie ich schon sagte: Ich unterscheide bei meinen Hunden zwischen „Pipi
machen" und „Komm, wir gehen mir den Leinchen". Das
hat einen ganz großen Vorteil. (alle Hundebesitzer und Züchter
die anderer Meinung sind, mögen mir jetzt verzeihen ... besonders
alle Colliebesitzer, die wissen, dass dies mit einem Collie durchaus
möglich ist aber nie zur Gewohnheit werden sollte) Ich muss mit
meine Hunden nicht Gassi gehen damit sie Pipi machen ... meine Hunde
dürfen bei mir im Garten ihr Geschäft machen. Wir gehen „mit
den Leinchen", weil wir Spaß am spazieren gehen haben, und
weil wir gerne in der Natur unterwegs sind. Wir gehen Gassi um den Bewegungsdrang
des Hundes gerecht zu werden und um ihm Abwechslung zu bieten, etwas
zum schnüffeln und erkunden, etwas Neues zu riechen und kennen
zu lernen – nicht damit er sein Geschäft macht!
Ich kenne etliche Hundebesitzer, die mit Ihrem Hund nur rausgehen, damit
sich dieser entleeren kann, und dann schnell, schnell wieder im Haus
verschwinden! Besonders bei Regen und Schneetreiben, ist dies eine viel
praktizierte Methode. Nur leider kommt der Hund

... wo bleibt ihr denn so lange ... geht das nicht etwas schneller?
diesem Trick schnell auf die Spur, und wird sein „Geschäft"
verhalten, um den Spaziergang in die Länge zu ziehen. Er möchte
ja nicht nur sein Geschäft machen, sondern auch noch seiner Natur
nachkommen ... er ist ein Lauftier und ein Nasentier! Ich finde, dass
dies nicht besonders angenehm und gesund für den Hund ist. Sein
„Geschäft" verhalten zu müssen, damit er etwas
länger spazieren gehen darf, ist eine traurige und belastende Situation
für den Hund.
Noch einen Vorteil hat die ganze Sache. Ich muss bei weitem nicht so
viele „Häufchen von der Straße oder fremden Grundstücken
entfernen" wie andere Hundebesitzer dies müssen. (oder zumindest
sollten) Ich gehe sowieso ein paar Mal am Tag durch unseren Garten,
und entferne bei dieser Gelegenheit mit einer extra dafür bereitstehenden
Schaufel und einem Eimerchen die Hinterlassenschaften von meinen Hunden.
Auch wenn ich einmal wirklich krank bin, und einfach nicht spazieren
gehen kann, können meine Hunde trotzdem ihr Geschäft verrichten.

spazieren gehen um Spaß zu haben
Aber das ist jedermanns eigene Einstellung. Ich habe durchaus Verständnis
dafür, wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Hund in Ihren Garten
macht. Aber bitte lassen Sie ihm trotzdem als Welpe diese Gelegenheit,
und gewöhnen Sie ihm erst nach und nach an, draußen beim
Spaziergang zu machen.
Hunde sind sehr intelligent, und er wird schnell verstehen was Sie
von ihm wollen. Wenn Sie ihm auch noch die nötige Sicherheit vermitteln,
und ihm zu einem geschützten Platz verhelfen, wird er auch sehr
schnell draußen Pipi machen und Ihren Rasen verschonen. Allerdings
sollten Sie Ihrem Welpen dann aber einen Platz suchen, an dem so wenig
andere Marken von fremden Hunden wie möglich zu finden sind. Wenn
der Welpe keine Angst haben muss, einem anderen erwachsenen Hund in
die Quere zu kommen, wird er sich umso schneller daran gewöhnen.
10.Ruhe
So toll Ihr Welpe auch mit Ihnen oder Ihren Kindern spielen mag, so
oft und so lange er auch rum tobt, auch wenn er Ihnen wie ein Energiebündel
vorkommt ... er braucht auch eine Menge Ruhe!
Wenn der Welpe sich zurückzieht, sich hinlegt und ausruhen möchte,
MUSS er dies auch dürfen und können. Hunde brauchen für
eine gesunde Entwicklung genau so ihren Schlaf wie unsere Menschenkinder.
In diesen Ruhe- und Schlafphasen muss der Welpe ungestört bleiben.
Lassen Sie ihn einfach schlafen bis er von alleine wieder aufwacht.
Übernehmen Sie die „Mutterstelle" und beschützen
Sie ihn im Schlaf genauso, wie es seine Mutter getan hätte! Bei
der, konnte er auch sorgenfrei und entspannt schlafen! Wenn Sie ihn
wirklich mal aus einem wichtigen Grund wecken müssen, dann tun
Sie dies bitte vorsichtig und erschrecken Sie ihn nicht. Aber generell
muss gelten, wenn der Hund schläft. Finger weg und in Ruhe lassen.
Besonders Kindern ist dies oft unverständlich und sie halten sich
nur selten freiwillig an diese Regel. Ist ja auch verständlich,
wenn man so einen kleinen neuen Freund in der Familie hat, aber trotzdem
muss es Ihre Verantwortung als Erwachsener sein, diese Ruhepausen dem
Welpen zu ermöglichen. Es ist der Entwicklung zu einem ausgeglichenen
und kinderlieben Hund sehr abträglich, wenn er von Kindern immer
wieder aus dem Schlaf gerissen und zum spielen animiert wird. Sie mögen
dies vielleicht nicht unbedingt an dem Verhalten des Welpen sehen, er
wird wahrscheinlich wieder mit spielen, aber im Endeffekt auf längere
Sicht gesehen, wird ihn dies zu einem nervösem Hund machen, der
sich nie richtig entspannt und ausruhen kann, weil er gelernt hat, dass
man auch im Schlaf immer aufpassen und bereit sein muss, weil man ja
eh aufgeweckt oder angegrabscht wird!
11.Ernährung des Welpen
Oh weia ... was für ein Thema ... nirgends wird so viel gestritten
und nirgends werden Sie soviel verschiedene Meinungen hören, wie
bei dem Thema Hundefutter.
Na gut ... ich sage ... lasst sie nur alle streiten und ihr Geld zum
Tierarzt tragen ... ich halt mich da raus. Bei

Black First Lady vom Rosenduft
mir heißt dieses Thema „Ernährung des Welpen"
und nicht Fütterung. Hundefutter bekommen meine Collies sowieso
nicht: Füttern kann man einen Hund mit allem, mit Tischresten,
mit Schokolade, mit Abfall, sogar mit Rinderfilet – aber ernähren
nicht!
Oh Gott – soll ich Ihnen jetzt einen Vortrag über Hundeernährung
halten? Soll ich Ihnen etwas von hochwertigen und minderwertigen Proteinen
erzählen. Soll ich Sie über die Gefahren von synthetischen
Vitaminen aufklären? Muss ich ihnen jetzt erzählen, dass im
Hundefutter, das im Handel erhältlich ist, immer chemische unnatürliche
Vitamine enthalten sind? Von dem Müll und dem Abfall der mit rein
gemischt wird möchte ich gar nicht näher reden. (z.B. Hühnerfedern,
Hühnerfüße und –schnäbel, Tiermehl aus der
Tierkörperverwertung, eingeschläferte Hunde und Katzen denen
man nicht mal die Halsbänder oder das Zeckenhalsband abgenommen
hat). BHT - E-321 = Butylhydroxytoluol oder E 324 = Ethoxiquin, lauter
chemische Stoffe, die in normaler Nahrung nichts zu suchen haben, nicht
in menschlicher Nahrung und nicht in Hundenahrung! Chemische Stoffe
die größtenteils in Humannahrung verboten sind, weil sie
Allergien und sogar Krebs verursachen.
Muss ich? Soll ich? ... Nein ... werde ich nicht. Hierüber finden
Sie auf meiner Website www.ladycollies.de oder www.collie-web.com genug
zu lesen. Dies ist ein sehr interessantes und vor Allem sehr umfangreiches
Thema, nehmen Sie sich Zeit dafür!
Die einzige richtige und artgerechte Ernährung eines Hundes ist
die Rohfütterung. BARF è biologisch artgerechte Rohfütterung.
Oder RMB è Raw Meaty Bones – einander ähnlich aber
nicht genau gleich.
Rohes Fleisch, rohes Gemüse und Obst, große fleischige Knochen,
und ab und zu mal Kohlehydrate (Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Haferflocken).
Was würde ein Hund in der Natur anderes fressen?
Jede bis zur Unkenntlichkeit gekochte, zerkochte, zusammen gemischte,
und in Dosen abgefüllte Pampe, kann nicht artgerecht und gesund
sein.
Erst recht nicht, wenn Sie diese Pampe nehme, ihr das Wasser entziehe,
sie zu Kroketten forme und trocknen lasse. Man könnte sich zwar
auch als Mensch theoretisch von 39 Cent Tütensuppen und/oder von
1 Pfund Nudeln für 29 Cent pro Tag ernähren - fragt sich nur
ob Sie dies auf Dauer essen möchten, und ob Sie sich damit wirklich
gesund ernähren. Vor allen Dingen frage ich mich, ob der Hund wirklich
sein Leben lang freiwillig Kroketten aus getrockneter Weizen-Fleisch-Chemiepampe
fressen würde, wenn er die Wahl hätte. Ich denke mal nicht!
Da bekomm ich ja beim schreiben schon eine Gänsehaut. Wie gesagt,
wer Interesse hat mehr zu erfahren, ist auf meiner Website herzlich
willkommen. Auch telefonisch gebe ich gerne Auskunft über gesunde
und artgerechte Hundenahrung. Auch wenn Sie Ihren Welpen NICHT bei mir
gekauft haben, sind Sie mit Ihren Fragen herzlich willkommen.
Es gibt die viel verbreitete Meinung, dass, wenn Sie Ihren Welpen beim
Züchter abholen, Sie sich mit ihm über das Futter oder die
Nahrung unterhalten sollten, die der Welpe bis jetzt bekommen hat! Geben
Sie dies noch eine Zeit lang weiter, und stellen Sie ihn nicht von heute
auf morgen auf ein anderes Futter um. Wenn möglich behalten Sie
die Futtersorte bei.
Wenn Sie dies tun möchten ... bitte schön ... ich praktiziere
das nicht. Selbstverständlich unterhalte auch ich mich mit den
Käufern über Hundeernährung aber im Endeffekt, kann sowieso
nur jeder Züchter beratend auf den Käufer einwirken, und jeder
Züchter wird von seinem Futter überzeugt sein, sonst würde
er es ja nicht geben. Obwohl bei vielen Züchtern leider der finanzielle
Aspekt im Vordergrund steht. Je weniger Kosten mit den Welpen, desto
mehr kann ich verdienen – gilt auch und speziell beim Futter!
Ich persönlich wäre skeptisch, wenn mir ein Züchter ein
Futter empfiehlt und gleichzeitig betont, dass dies auch schön
günstig und vollkommen ausreichend für den Welpen sei.
Es gibt nur eine Tiernahrung in Dosen oder Krokettenform, die ich meinen
Hunden guten Gewissens geben würde, und die ich auch weiterempfehlen
würde. ARAS und Bona Ventura (die Trockennahrung der ARAS) Aber
nur wenn es unbedingt sein muss.
Wenn bei mir ein neuer Hund einzieht, bekommt er vom ersten Tag an
die gleiche Nahrung wie meine anderen Hunde auch. Frischfleisch und
frisches Gemüse. Ich habe auch – toi toi toi – noch
nie Probleme damit gehabt einen Hund sofort umzustellen. Wenn ich nach
der ersten Fütterung feststelle, dass sich bei einem Hund vielleicht
Durchfall entwickeln könnte oder schon eingestellt hat, bekommt
diese sofort eine Mischung aus sehr weich gekochtem weissem Reis und
Naturjoghurt. Die zweite Mahlzeit das gleiche mit wenig magerem Fleisch
und etwas Gemüse, die dritte Mahlzeit halb/halb, und ab der vierten
Mahlzeit sind die Verdauungsprobleme spätestens behoben. Dazu muss
ich sagen, dass ich zwei Mal am Tag füttere. Ich halte nichts davon
nur einmal zu füttern. Wer würde sich schon wohl fühlen,
wenn er die ganze Menge an Nahrungsmitteln von einen Tag auf ein Mal
essen müsste? Ich nicht, und meine Hunde auch nicht.
Wenn Sie Fragen oder Problem haben, unsicher sind bei dem wie, wann,
was warum, helfe ich Ihnen gerne bei der Erstellung eines Ernährungsplanes.
Bei der Ein-Mal-Fütterung muss der Hund meiner Meinung nach zuviel
an Menge aufnehmen. Der Magen dehnt sich unheimlich aus, die Gefahr
eines Magendrehers steigt an. Klar ist, dies ist in der Natur ganz normal.
Da muss auf einmal so viel wie möglich gefressen werden, weil man
nicht weis, wann man wieder etwas bekommt, und weil man Konkurrenten
hat, die einem etwas wegfressen könnten. Aber unsere Collies haben
dies nicht nötig, also verschaffen wir ihnen doch den Vorzug des
Zusammenlebens mit uns, und geben ihnen öfter zu fressen als einmal.
Es ist gesünder und weniger belastend für den Organismus,
so wie bei uns Menschen auch.
Meine Collies haben sehr, sehr selten Durchfall. Wenn ich zurückdenke
war das letzte Mal vor ca. 3 Jahren. Auch meine Welpen hatten zu keiner
Zeit irgendwelche Verdauungsprobleme, noch nicht mal in der Phase der
Futterumstellung als sie an feste Nahrung gewöhnt wurden.

Angel of Black First Lady’s Spirit
Meine Collies trinken aus jeder Pfütze, die sie bei den Spaziergängen
finden, und fressen auch schon mal eine Maus, die unsere Katze nach
Hause gebracht hat und auf dem Abstreifer für mich hat liegen lassen.
(Danke Raika!) Bekommen meine Hunde davon Durchfall oder müssen
sie deswegen brechen? Nein! Müssen und tun sie nicht! Viele Hundebesitzer
werden mich jetzt am liebsten lynchen wollen, aber ich kann nur immer
wieder sagen: Lasst die Finger von Dosenfutter und Trockenfutter, kauft
keine Industriepampe, füttert frisch, und Ihr werdet Euch viel
Geld sparen, dass Ihr normalerweise zum Tierarzt tragen würdet.
Magen- Darmprobleme, Allergien, Stoffwechselerkrankungen und - störungen,
Überempfindlichkeiten gegen Dies und Jenes ... ernährt Eure
Hunde frisch, mit Fleisch und Gemüse, dann habt Ihr auch damit
zu 99,9% keine Probleme. 0,01% lass ich für die Hunde stehen, die
wirklich krank sind, die nicht vom Füttern krank sind! Auch diese
gibt es, aber äußerst selten.
Meine Collies sehen den Tierarzt normalerweise nur einmal im Jahr ...
zur Impfung.
Empfehlen möchte ich hier an dieser Stelle zwei Bücher und
Websites:
http://www.barfworld.com/ è Dr. Billinghurst's BARF Diet, (das
Buch „Give your dog a bone" ist leider sehr schwer zu bekommen.
Sollten Sie die Möglichkeit haben, es zu lesen: TUN SIE ES!)
B.A.R.F. - Artgerechte Rohernährung für Hunde. Ein praktischer
Ratgeber
von Sabine L. Schäfer
Tom Lonsdale – Raw meaty bones online auf Deutsch zu lesen auf
meiner Website www.collie-web.com
12. Die richtige Ausstattung
Ich gehe davon aus, dass Sie alles was Sie für Ihren kleinen, neuen
Mitbewohner brauchen, schon Vorab besorgt haben, und nicht noch am Tag
der Abholung in ein Zoogeschäft rennen müssen um die nötigsten
Dinge zu besorgen! Als da wären:
Ein Fressnapf und eine Wasserschüssel.
mindestens eine Decke, Bett, Korb oder Kissen, damit der Welpe seinen
eigenen Schlafplatz hat, und weiß wohin er sich zurückziehen
kann. (eine Decke müsste ja schon beim Züchter sein!)
Spiel- und Beißsachen, damit der Welpe seine Zähnchen nicht
an Ihren Möbeln und Schuhen ausprobieren muss.
Leine und Halsband
die richtige Hundenahrung
und ... last but not least ... viel Geduld
Meine Welpen bekommen bei der Abgabe schon einige Dinge mit in ihr neues
Heim gegeben wenn der Käufer dies möchte.
Leine und Halsband, Hundenahrung für die ersten Tage, ein paar
Spielsachen und Kauartikel, und eine Fleecedecke.
Leine und Halsband wähle ich immer sehr sorgfältig aus. Es
muss weich und sehr flexibel sein, damit keine unangenehmen Empfindungen
bei dem Welpen aufkommen. Es muss innen schön weich ausgepolstert
sein, in der Größe verstellbar und natürlich äußerst
strapazierfähig. Bei der Leine wähle ich am Anfang immer eine
Handschlaufenleine aus strapazierfähigem Gurtband. Würger
ohne Stopp sollten im Welpenalter vermieden werden. Kettenhalsbänder
sind für den Collie sowieso ungeeignet. Und Stachelhalsbänder
sind grundsätzlich abzulehnen und gehören verboten!
Fressnapf und Wasserschüssel empfehle ich aus Edelstahl, das ist
am einfachsten sauber zu halten und am hygienischsten. Ich persönlich
habe einen Fressnapf pro Hund und mehrere Wassernäpfe, die verteilt
in Haus und Garten bereit stehen.
Auch Keramiknäpfe mit Glasur sind schön und meistens durch
ihr Gewicht auch standfest genug, aber eben nicht bruchfest.
Von Plastiknäpfen halte ich persönlich gar nichts. Die Oberfläche
der Näpfe nimmt bei regelmäßigem Gebrauch immer irgendwelchen
Schaden, sei es durch die aggressiven Spülmittel in der Spülmaschine
oder durch den Spülschwamm. Die Oberfläche raut mit der Zeit
auf und bietet Bakterien und Pilzen einen idealen Nährboden. Plastiknäpfe
sind zwar die günstigste Alternative aber auch die unhygienischste.
Wenn Sie Ihrem Welpen am Anfang ein Bettchen kaufen möchten, kaufen
Sie es bitte nicht zu groß. Die

...dunkel wars, der Mond schien helle, als ein Collie blitzesschnelle,
langsam und unerlaubterweise auf das Sofa sprang... und einschlief
Mehrzahl der Welpenkäufer kauft ein Hunde – Bett, das der
Endgröße des Hundes entspricht. Dies mag logisch erscheinen
und sinnvoll, ist es aber durchaus nicht. Ich hab Ihnen ja schon etwas
über WÄRME erzählt, und ein so kleiner Kerl kann ein
so großes Bett gar nicht aufheizen um es schön kuschelig
warm zu haben. Kaufen Sie lieber ganz günstige Bettchen und passen
Sie es seiner Größe an. Ein richtig schickes und teures Bettchen
können Sie immer noch kaufen wenn Ihr Hund ausgewachsen ist und
Sie sicher kein können, dass er nichts mehr annagt oder zerbeißt.
(Eine Quelle für äußerst günstige und trotzdem
tolle Hundebettchen können Sie gerne bei mir erfragen.)

huch ... jetzt hat mich Frauchen erwischt und auch noch fotografiert
... ob ich jetzt wohl runter muss vom Sofa?
Spielsachen und Kauartikel gebe ich ja meinen Welpen immer schon für
den Anfang mit. Beim Kauf dieser Sachen sollten Sie bitte darauf achten,
dass die Spielsachen keine kleinen Bestandteile haben, die der Welpe
ab beißen und verschlucken oder in die Nase inhalieren könnte.
Glasaugen bei Stofftieren sind zum Beispiel solch kleine, gefährliche
Dinge, und Ihr Hund wäre nicht der Erste, dem ein Glasauge operativ
aus der Nase entfernt werden müsste. Es gibt genug hundegeeignetes
Spielzeug auf dem Markt. Auch hierüber nenne ich Ihnen gerne eine
geeignete Quelle.
Bei Kauknochen sollten Sie darauf achten, dass es luftgetrocknete Kauartikel
sind! Meistens liegen diese Artikel in Schütten in den Zoohandlungen,
ohne irgendwelchen Vermerk, wo die Sachen herkommen und wie die Sachen
hergestellt wurden. Ich vertraue da nur Artikel die verpackt sind, und
bei denen auf der Verpackung die üblichen Angaben gemacht werden.
Herstellungsdatum, haltbar bis, von welcher Firma, Inhaltsangaben und
Zusatzstoffangaben. Wobei bei der chemiefreien und gesunden Ernährung
eines Hundes keine Produkte in Frage kommen, auf denen Zusatzstoffe
ausgewiesen sind.
Halten Sie sich bitte auch von Schweineohren fern! Egal was Ihnen andere
Hundebesitzer erzählen und egal was Ihnen der Verkäufer predigt.
Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand. Schwein ist in der Hundeernährung
tabu! Jegliche Art von Schweinefleisch oder Schweineknochen sind hier
nicht erlaubt, also warum dann Schweineohren? Schweineohren sind meiner
Meinung nach erstens sowieso tabu, weil vom Schwein, und zweitens viel
zu fett. Rinderohren sind wesentlich fettarmer und somit gesünder
und besser verdaulich. Luftgetrocknete Ochsenziemer sind auch sehr zu
empfehlen.
Von den Kauknochen aus Rinderhaut, denen man nicht mal mehr mit der
größten Phantasie die Rinderhaut ansehen kann, würde
ich generell die Finger lassen. Schauen Sie immer darauf, dass das,
was es sein soll, Ohren, Füße, Rinderhaut, auch noch als
solches erkennbar ist, dann sind Sie auf dem richtigen und gesunden
Wege für Ihren Hund.
Davon abgesehen, über einen großen, fleischigen Knochen
vom Metzger, freut sich Ihr Hund sowieso mehr, als über einen gepressten
chemiestrotzenden Kauknochen.
Hundenahrung bekommen meine kleinen Mäuschen natürlich auch
für die erste Zeit mit. Ich propagiere B.A.R.F. und/oder RMB! Da
es aber sehr schwer ist, einem Welpenkäufer ein paar Packungen
gefrorenes oder frisches Fleisch mitzugeben (besonders im Sommer kann
dies schnell mal in die Hose gehen) gebe ich meinen Welpenkäufer
das mit, was sie sich entschlossen haben zu füttern. Ich unterhalte
mich immer schon vorne weg über die Art zu Füttern, die meine
Käufer planen, und stelle die Babies dann darauf ein. Wenn ein
Käufer sagt er möchte auch Barfen, bin ich der glücklichste
Mensch auf der Welt und helfe wo ich nur kann. Mein Frischfleischlieferant
bietet zum Beispiel reine Fleischdosen ohne chemische Zusätze an.
Auch sehr auf Reisen zu empfehlen! Diese werden meine Babies dann mitbekommen.
Wer eine Kühlbox hat, bekommt diese von mir mit Frischfleisch gefüllt.
Bei „Dosenöffnern", werde ich den Welpen auf die chemiefreie
ARAS Tiernahrung umstellen, und bei „Trockenfutterspezialisten"
auf die chemiefreie Sorte Bona Ventura der ARAS Tiernahrung. Alle drei
werden aber genug Nahrung für die ersten Tage mitbekommen.
Nun ... beim letzten Punkt ... GEDULD ... kann ich Ihnen nur raten
nicht alles so eng zu sehen. Es ist ein Welpe, den Sie sich da geholt
haben, und Welpen sind immer noch Babies. Die können nicht schon
alles können und wissen und perfekt machen!
Sie persönlich sind dafür da, Ihrem Welpen alles beizubringen,
was er für ein tolles und unbeschwertes Hundeleben braucht! Und
somit wären wir beim letzten Kapitel angelangt.

mit meiner Gartenarchitektur sind die Welpen nie einverstanden –
Glockenblumen sind doch verschwendet wenn man sie nicht als Ruheplatz
benutzen darf
13. Erziehung des Welpen
Ich werde jetzt keine Anleitung geben, wie man einem Hund Sitz, Platz,
Fuss, Komm oder Bleib beibringt, dazu gibt es viele gute Bücher
auf dem Markt. Ich werde Ihnen nur etwas zu dem WIE sagen:
Von vorne herein möchte ich hier betonen, dass ich für schreiende,
autoritäre, mit Zwang arbeitende und prügelnde und schlagende
Hundeerzieher und Hundeausbilder nicht das Geringste übrig habe!
Ich verabscheue und bedaure diese armen Menschen zutiefst und bemitleide
die armen Hund aus ganzem Herzen!
Diese Menschen tun mir leid, obwohl sie das Mitleid nicht verdient
haben, denn sie werden NIE erfahren, was es heißt, wenn mir ein
Hund aus Liebe und Respekt folgt und meine Befehle ausführt! Diese
Menschen können und werden nie begreifen, dass es in der Mensch–Hunde–Beziehung
eine liebevolle Partnerschaft geben kann und muss.
Diese armen Hunde - Kreaturen, die ich manchmal auf Hundplätzen
sehe, die schon einen Befehl gedankenlos ausführen, wenn ihr Herrchen
sie nur anblickt, die sich vor lauter Angst nicht mal trauen ihre Position
auch nur einen Millimeter zu verändern, die treiben mir die Tränen
in die Augen.
Sicherlich mag es Hunde, egal welcher Rasse geben, die eine starke
und Konsequente Hand und Führung brauchen. Aber dies hat nichts,
absolut gar nichts mit Gewalt oder Brutalität zu tun! Jeden Hund,
und ich betone es noch einmal ... JEDEN HUND kann man mit Liebe und
Verständnis, mit Vertrauen in den Hund und zu sich selbst, mit
gewaltloser und ruhiger Konsequenz erziehen!

sitz ... kein Problem!
Manch einer mag jetzt denken, ja die hat gut reden, die hat ja auch
Collies, die sind ja sowieso leicht erziehbar und leichtführig.
Ja? Meinen Sie? Ich hatte bevor ich im Jahr 2000 zum Collie kam immer
nur Schäferhunde und Schäferhundmischlinge. Und lassen Sie
sich gesagt sein, auch bei denen brauchte ich nie laut oder gar gewalttätig
werden.
Hunde die schon so „verkorkst" sind, dass sie auf eine gewaltlose
Erziehung nicht mehr ansprechen, müssen schon sehr viel Schlimmes
in ihrem Leben erlebt haben. Kein Hund wird von sich aus und ohne Grund
zu einem „unerziehbaren Problemhund". Diese Hunde sind leider
das Produkt von falscher Erziehung und Behandlung. Die Schuld liegt
allein beim Menschen!
Das A und O in der Hundeausbildung ist RUHE und KONSEQUENZ.
Einen Befehl an einen Hund sollte man mit ganz normaler Stimme an den
Hund geben können. Der Befehl bleibt ja gleich: „Sitz"
ist das Selbe Wort ob normal gesprochen oder gebrüllt.
Also fangen wir an mit der RUHE.
Das ist schnell erklärt. Wenn Sie Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen,
wird sich das auf Ihren Hund übertragen. Seien Sie gelassen und
vermitteln Sie Ihrem Hund dadurch Ihre Stärke und Ihre überlegene
Position, dann ist der Hund auch gelassen und wird auf Ihre überlegene
Position als Rudelführer vertrauen. Er hat dann gar keinen Grund
hibbelig und nervös zu sein. Sind Sie hektisch und schreien Sie
rum, verunsichern Sie damit Ihren Hund. Er kann nicht nachvollziehen
warum Sie hektisch sind und schreien. Hunde, die die Alpha-Position
in einem Rudel innehaben, schreien ja auch nicht, und sie werden auch
in einer brenzligen Situation nicht hektisch werden, sondern nur erst
einmal aufmerksam die Situation beobachten und analysieren.
Also, der Hund kann Ihre Befehle umso besser verstehen und befolgen,
je mehr Sie Ruhe bewahren und Souveränität an den Tag legen.

platz ... auch kein Problem!
KONSEQUENZ lässt einen Hund am einfachsten lernen. Ohne Konsequenz
kann man keinen Hund erziehen. Wenn Sie es an Konsequenz fehlen lassen,
wird der Hund sehr schnell Ihre Position als geeignetster Rudelführer
anzweifeln und selbst die Führung übernehmen wollen.
Bitte, so schwer es auch manchmal fallen mag, stellen Sie von Anfang
an zusammen mit allen anderen Familienmitgliedern Regeln auf, an die
sich auch jeder halten muss.
Wenn der Hund NICHT auf das Sofa darf, dann darf er bei KEINEM auf
das Sofa! Nicht dass er bei Mama darf und bei Papa darf er nicht! Auch
nicht heute darf er und morgen darf er wieder nicht!

brings ... erst recht kein Problem!
Das kann kein Hund nachvollziehen. Entweder er darf, dann darf er IMMER,
oder er darf nicht, dann darf er NIE. Ihre Inkonsequenz, aus einmal
dürfen und einmal nicht dürfen, legt Ihnen Ihr Hund als Schwäche
aus! Sie demonstrieren ihm damit, dass Sie nicht in der Lage sind, Regeln,
die Sie selbst aufgestellt haben, einzuhalten. Eine unhaltbare Situation
für den Hund. Ein Hund als Alpha – Tier würde niemals
von den Regeln im Rudel abweichen, und jede Abweichung eines Rudelmitgliedes
würde sofort und unmissverständlich vom Rudelführer geahndet
werden. Das erwartet der Hund auch von Ihnen als Rudelführer. Wenn
Sie Ihre Regeln also selber brechen, sägen Sie damit selber den
Ast ab, auf dem Sie als Alphatier sitzen.
Kommt dann noch der Umstand dazu, dass Ihr Hund vielleicht etwas Dominanz
zeigt, haben Sie es im Nachhinein doppelt schwer.
Fazit: Egal was der Hund darf oder nicht darf – er muss es immer
dürfen oder nie dürfen.
Etwas zur Leinenführigkeit: Ich sehe manchmal Szenen, da stellt
es mir die Haare auf. Da würde ich dann am liebsten handgreiflich
werden.
KLEINE WELPEN, DIE AN DER LEINE HINTER HER GEZOGEN WERDEN!
Hallo!?! Davon abgesehen, dass Sie Ihrem Hund dadurch nur ein schlechtes
Gefühl zur Leine vermitteln, und er sich nur immer umso heftiger
gegen dieses Ding um seinen Hals wehren wird, fügen Sie Ihrem Welpen
damit Schmerzen und eventuell sogar ernsthafte Verletzungen zu!
Legen Sie sich doch mal ein weich gepolstertes Halsband um, und lassen
Sie mal jemanden aus Ihrer Familie daran ziehen! Ist das angenehm? Selbst
mit dem weichsten Halsband werden Sie diese Frage nicht mit „Ja"
beantworten können. Nun stellen Sie sich auch noch vor, der Hund
hat vielleicht eine Kette aus Stahl um ... umso schlimmer!
Solchen Welpen kann man es nicht verübeln, wenn Sie sich mit allen
vier Pfoten gegen das Halsband und die Leine wehren. Wenn Sie mit der
Zeit abstumpfen, und der Zug und der Druck auf dem Hals zum Normalzustand
wird und der Hund es nicht lernt anständig, und ohne zu ziehen
an der Leine zu gehen.
Die Verletzungsgefahr, die dadurch entsteht, wenn man einen Hund einfach
hinter sich herzieht, wird viel zu viel unterschätzt.
Die Knochen, somit auch die Wirbel des kleinen Welpen, sind noch sehr
flexibel und noch nicht ganz ausgehärtet, sie sind noch sehr empfindlich
gegenüber äußerlichen Einflüssen und können
sehr schnell gebrochen, angebrochen oder ausgerenkt werden. Stellen
Sie mal die Zugkraft vor, die auf die kleinen Halswirbel einwirkt, wenn
Sie einen Welpen, der sich mit allen vier Pfoten dagegen stemmt, hinter
sich herziehen. Und stellen Sie sich auch mal vor, welche schmerzhaften
Abschürfungen dies an den Pfoten verursachen kann. Hundepfoten
sind einer empfindlichsten Körperteile des Hundes, da sie kein
schützendes Fell haben, und die Pfoten eines Welpen haben auch
noch nicht genügend Hornhaut entwickeln können um solch eine
Belastung kompensieren zu können.
Nichts, kein noch so wichtiger Termin, keine noch so dringende Angelegenheit,
rechtfertigt es einen Welpen hinter sich her zu ziehen. Wenn Sie Termine
haben, oder schnell irgendwo hin müssen, nehmen Sie den Welpen
entweder auf den Arm und tragen ihn, oder gehen Sie rechtzeitig los,
oder besser noch, wenn Sie es denn schon so eilig haben, lassen Sie
den Welpen in der Obhut der restlichen Familie zu Hause.
Halten Sie sich vor Augen, dass Sie mit dem Welpen spazieren gehen,
um ihn etwas von seiner neuen Heimat zu zeigen, damit er sein zukünftiges
Revier kennen lernt. Sie gehen mit ihm spazieren, weil ER spazieren
gehen lernen muss, und nicht SIE! Also warum sollten Sie es dann eilig
haben? Es soll doch Ihnen beiden Spaß machen! Geben Sie Ihrem
Welpen die Zeit die er braucht bis er weitergehen möchte. Tut er
dies, dann loben Sie ihn tüchtig.
Wer kann schon einschätzen warum sich ein Welpe gerade jetzt hinsetzt
und nicht mehr weitergehen will.

was macht es Spaß mit meinen Menschen draußen zu sein!
Vielleicht hat ihn etwas beunruhigt, was Sie überhaupt nicht wahrgenommen
haben. Vielleicht ist er einfach nur müde. Oder vielleicht hat
er etwas schrecklich Interessantes gerochen, und war noch nicht fertig
mit „Zeitung lesen".
Wer kann das schon mit Sicherheit sagen? Ich kann Ihnen auf alle Fälle
sagen, dass Sie Ihr Welpe damit mit Sicherheit NICHT ärgern oder
provozieren möchte. Solche Verhaltensweisen sind Hunden vollkommen
fremd. Diese negativen Charaktereigenschaften finden wir nur beim Menschen.
Leider.
Niemand kann von sich behaupten, dass er seinen Hund vollkommen und
immer versteht. Aber man kann sich ja schlau machen.
Sehr empfehlenswerte Bücher sind für mich das
Calming Signals Workbook von Clarissa von Reinhardt und Martina Scholz
von Animal Learn Verlag
und
Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde von Turid Rugaas
von Animal Learn Verlag
Auch für erfahrene Hundehalter sehr zu empfehlen, weil wir alle
die Signale unserer Hunde manchmal gar nicht oder nicht mehr wahrnehmen,
oder einfach mit anderen Dingen so beschäftigt sind, dass wir nicht
mehr genau hin schauen. Obwohl doch genau dies unsere Verständigung
mit dem Hund um so viel erleichtern würde.
Jetzt bin ich aber abgeschweift, hab ich so den Eindruck. Eigentlich
war doch „Erziehung des Welpen" das Thema. Nun ja, genauso
genommen hat das ja auch mit der Erziehung des Welpen zu tun. Zu lernen,
dass er Ihnen folgen soll – aber bitte ohne ziehen und zerren
an der Leine.
Also weiter mit Ruhe und Konsequenz:
Meine Rasse, also die Collies, brauchen sowieso kein lautes Wort. Würde
man einen Collie anschreien, erreicht man eigentlich nur, dass er sich
entweder total zurückzieht und für nichts mehr aufnahmefähig
ist, oder dass er sich vollkommen eingeschüchtert in ein Schneckenhaus
verkriecht und auch nichts mehr aufnimmt.
Collies sind absolut sensible Hunde, die sich sofort auf den Gemütszustand
ihres Herrchen oder Frauchen einstellen, sie erfühlen die kleine
Gemütsregung.

Amely mit 6 Wochen
Aber Vorsicht: ich sagte SENSIBEL nicht ÄNGSTLICH! Ein ängstlicher
Hund ist etwas ganz anderes als ein sensibler Hund. Ein sensibler Hund
ist weich, hat ein sanftes Wesen und ist einfühlsam. Ein ängstlicher
Hund hat entweder Schlechtes erlebt oder er wurde nicht genügend
sozialisiert und kommt mit der ihm unbekannten Situation nicht zurecht.
Eine gute Freundin hat den Collie auf ihrer Homepage so beschrieben:
„Der Collie ist kein Wunderhund, wie die Lassiefilme es ausdrücken.
Er braucht wie jeder andere Hund, Erziehung, Anschluss, Auslauf und
Aufgaben. Sein Wesen seine Sanftheit und seine feine Art heben ihn,
in eine höhere Region. Er ist eine wunderbare Mischung aus Familienhund,
Sporthund sowie Schmusebär.
Ein Collie sieht dich an, als ob er fragen wollte! He, was ist los?
Er ist weich, ruhig, macht auch Dich einfühlsam und besonnen. Ich
liebe ihr Wesen, ihre Freudigkeit sowie ihre Sensibilität. Sie
sind immer bereit, immer aufmerksam, leicht zu Erziehen, mit Lob und
Belohnung geht alles."
Dem kann ich nur zustimmen. Mit Lob und Belohnung geht alles! Unerwünschtes
Verhalten wird ignoriert, erwünschtes Verhalten wird belohnt.
Egal was Sie Ihrem kleinen Freund beibringen möchten, merken Sie
nur folgende Punkte:
Ruhe
Konsequenz
Lob
Belohnung
Wenn Sie diese vier Punkte beherzigen, wenn Sie all Ihre Ausbildung
und Erziehung des Welpen danach ausrichten, kann eigentlich fast gar
nichts mehr schief gehen.
Beispiel: Wir sind ja noch ganz am Anfang, der Welpe ist ja gerade
erst bei Ihnen eingezogen und Sie möchten ihm aber schon mal die
allererste und einfachste Übung beibringen: Sitz.
Ich arbeite immer mit Hör- und Sichtzeichen gleichzeitig. So lernen
meine Hunde von Anfang an, dass zu einem bestimmten Befehl auch ein
Handzeichen gehört.
Zu Sitz z.B. gehört der erhobene Zeigefinger. G
Rufen Sie Ihren Welpen, sagen Sie in freundlichem Ton „Sitz"
und zeigen Sie ihm den erhobenen Finger.
Am Anfang wird das natürlich nicht klappen. Drücken Sie ganz
sanft mit der anderen Hand auf das Hinterteil des Welpen, so dass er
sich setzt. Hat er das getan wird er ausgiebig gelobt und vielleicht
mit einem Leckerchen belohnt. Wenn Sie dieses Spielchen 3-5 mal gemacht
haben, wird Ihr Welpe wissen was gemeint ist und von alleine Sitz machen.
Natürlich nicht in der Schnelligkeit, wie ein erwachsener Hund
dies tut, ein Kleiner braucht schon manchmal etwas länger bis er
einen Befehl ausführt. Bleiben Sie einfach ruhig, zeigen Sie ihm
weiter den erhobenen Finger und warten Sie bis er sich setzt! Jetzt
wieder überschwänglich loben und belohnen. Sie werden sehen,
nach kurzer Zeit klappt das schon ganz gut.
Sie dürfen mit dem Welpen aber nicht zu lange üben. Das ermüdet
ihn zu sehr und er verliert dann schnell die Lust. Fünf Mal, aber
dann sollte es genug sein.
Wenn er diese Übung nach ein paar Tagen beherrscht zeigen Sie
ihm nur noch den erhobenen Finger, reagiert er nach ein paar Sekunden
nicht, sagen sie Sitz. Und wieder ein paar Übungstage weiter wird
er sich nur auf Ihr Handzeichen hin setzen und auf sein Leckerchen und
seine belohnenden Streicheleinheiten warten.
Alle Übungen und alle Befehle, können Sie Ihrem Hund mit dieser
Methode schnell und einfach beibringen. Bei manchen dauert es etwas
länger, andere lernen neue Befehle innerhalb eines Tages. Aber
mit Geduld ist noch jeder zum Ziel gekommen.
Sollte Ihr Hunde einer derjenigen sein, die nicht immer sofort und auf
der Stelle reagieren, sollten Sie einen Hund haben, der Sie anschaut
und, man könnte fast meinen, überlegt, bevor er einen Befehl
ausführt, verzweifeln Sie nicht und denken Sie auf gar keinen Fall,
dass Ihr Hund weniger schlau wie andere ist!
Ich erzähle Ihnen eine kleine Geschichte:
Sicherlich kennen einige von den Lesern die peinlichen Situationen,
die auf Hundplätzen entstehen können, wenn der eigene Hund
sich doof anstellt. Ein Beispiel: Eine Frau geht mit ihrer Colliehündin
das erste Mal zum Agility. Nachdem die beiden ca. eine halbe Stunde
zugesehen hatten, wollte Frauchen doch auch mal den Parcours mit ihrer
Hündin meistern. Also los geht's ... Frauchen geht zu dieser "Brücke"
und deutet ihrem Collie an dass der darüber gehen soll. Die Hündin
steht vor dem schmalen Brett dass in die Höhe führt und schaut
ihr Frauchen entgeistert an: "Was das soll ich hoch? Was soll das
denn jetzt? Wie ... Frauchen möchte es unbedingt ... na gut dann
geh ich halt mal hoch."
Die Hündin ging in normalem Tempo, nicht ängstlich aber auch
nicht begeistert, das Brett hoch, überquerte die Brücke und
ging auf der anderen Seite seelenruhig das schmale Brett wieder runter
und machte nach verlassen des Hindernisses sitz und schaute ihrem Frauchen
in die Augen. Man sah förmlich ihre Gedanken über den Platz
schweben: "Wars das jetzt? Bist du nun zufrieden?"
Die Frau sah ihre Colliehündin an und war am grinsen, als einer
der Übungsleiter sich zu ihr gesellte und ihr sagte dass ihr Collie
wohl nicht intelligent und nicht schnell genug für Agility wäre.
Nachdem sie keine besonders große Lust hatte sich mit diesem Menschen
zu streiten oder über die Intelligenz ihrer Hündin zu diskutieren,
zog sie mitsamt ihrem Collie ab. Man staune, dass der Collie beim ersten
Schritt seines Frauchens wusste dass er den Platz verlassen durfte und
wie umgewandelt war. Wild umhertollend umrundete sie den Hundeplatz
viel schneller als manch anderer anwesender Hund und war überglücklich
mit Frauchen wieder gehen zu dürfen. Betonen möchte ich noch,
dass diese Hündin Frisbees über alles liebt, und beim Frisbee
spielen alle anderen Hunde hinter sich lässt!
Ist diese Colliehündin denn wirklich weniger intelligent als die
Hunde die Agility perfekt beherrschen?
Oder ist es nicht vielmehr so, dass auch unsere Hunde "denken"
können und Vorlieben haben? Sollten wir nicht unseren Hunden eine
"eigene Meinung" zugestehen? Diese Hündin liebte es Frisbee
zuspielen und konnte mit Agility nichts anfangen.
Dies gilt natürlich nicht bei den grundlegenden Befehlen, die alle
Hunde beherrschen sollten, ob groß oder klein: sitz, platz, bleib,
fuß und warte. Die Beherrschung dieser Befehle kann für den
Hund überlebenswichtig sein, und müssen einfach aus dem FF
sitzen!
Also noch mal zum Abschluss:
Unerwünschtes Verhalten wird ignoriert,
erwünschtes Verhalten wird belohnt.
Ruhe
Konsequenz
Lob
Belohnung
Mehr brauchen Sie nicht um sich einen tollen und folgsamen Hund an
Ihrer Seite zu erziehen!
Nachwort:
Ich bitte alle diejenigen Züchter und Leser dieses Büchleins
um Vergebung, die sich vielleicht auf die Füße getreten fühlen,
oder die mit mir nicht einer Meinung sind!
Aber mal ganz ehrlich: Wann sind wir denn schon alle einer Meinung?
Alles was Sie hier gelesen haben, ist einzig und allein MEINE EIGENE
PERSÖNLICHE MEINUNG.
Es resultiert alles aus meinen Einschätzungen und Erfahrungen,
die ich mit meinen und fremden Hunden gesammelt habe. Es kann durchaus
sein, dass meine Aussagen mit wissenschaftlich fundierten und nachgewiesenen
Erkenntnissen nicht übereinstimmen.
Aber auch die Wissenschaft hat nicht immer Recht und täuscht sich
manchmal. Und „ausrechen" kann man einen Hund sowieso nicht!
Liebe Deinen Hund um seiner selbst willen ... und Du wirst mit ihm
glücklich werden!
Ganz zum Schluss möchte ich Ihnen noch eine kleine Anleitung mit
auf den Weg geben:
Wie fotografiere ich am besten meinen Collie Welpen?
1. Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre
Kamera.
2. Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie
sie in den Abfalleimer.
3. Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm
den Kaffeesatz aus der Schnauze.
4. Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto.
5. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.
6. Suchen Sie Ihren Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken
aus dem Maul.
7. Platzieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie
zur Kamera.
8. Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren
nach.
9. Stellen Sie die Kamera mit einer Hand wieder ein und locken Sie Ihren
Welpen mit einem Leckerchen.
10. Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom Nasenabdruck.
11. Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen
Sie ihn weg (den Blitzwürfel natürlich).
12. Sperren Sie die Katze hinaus und behandeln Sie die Kratzer auf der
Nase des Welpen mit etwas Gel.
13. Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf
den Couchtisch.
14. Versuchen Sie, Ihrem Welpen einen interessanten Ausdruck zu entlocken,
indem Sie ein Quietschepüppchen über Ihren Kopf halten.
15. Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen Sie Ihre Kamera
unter dem Sofa hervor.
16. Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie Ihren Welpen am Nacken
und sagen Sie zu ihm "Nein - das machst du draußen!".
17. Rufen Sie Ihren Ehepartner, um Ihnen beim Aufräumen zu helfen.
18. Mixen Sie sich einen doppelten Martini.
19. Setzen Sie sich in einen bequemen Lehnstuhl und nehmen Sie sich
vor, gleich morgen früh mit dem Welpen "Sitz" und "Platz"
zu üben."

Frühstück
Adressen und Titel der im Text genannten Bücher und Websites:
www.collie-web.com
www.ladycollies.de
http://www.barfworld.com/
Dr. Billinghurst „Give your dog a bone"
Tom Lonsdale – Raw meaty bones
B.A.R.F. - Artgerechte Rohernährung für Hunde. Ein praktischer
Ratgeber
von Sabine L. Schäfer
Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde von Turid Rugaas
von Animal Learn Verlag
Calming Signals Workbook von Clarissa von Reinhardt und Martina Scholz
von Animal Learn Verlag
Mekky Lauken Jeppel
www.from-the-wild-storm.de
© 2006 by Ladycollies
Sandy Löhr – Kirchweg 26 – 52152 Simmerath
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und es wäre für mich doch sehr interessant, wenn Sie mit mitteilen
würden, wie es Ihnen gefallen hat.
Danke
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